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Auktionsarchiv: Los-Nr. 2388

Wagner, Winifred 17 Briefe

Autographen
17.04.2019
Schätzpreis
1.200 €
ca. 1.348 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 2388

Wagner, Winifred 17 Briefe

Autographen
17.04.2019
Schätzpreis
1.200 €
ca. 1.348 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

- Wagner, Winifred, Schwiegertochter Richard Wagners, Ehefrau Siegfried Wagners, Leiterin der Bayreuther Festspiele (1897-1980). Konvolut von 17 Briefen m. U. "Winifred Wagner" und 1 Brief m. U. "Wolfgang Wagner". Zus. 18 1 / 2 S. Gr. 4to und quer-4to. Oberwarmensteinach und Bayreuth 1949-1974. An einen politisch rechtskonservativen Wagner-Verehrer, der 1949 mit Autographen-Wünschen bei ihr angefragt hatte. Es entwickelt sich eine Jahrzehnte anhaltende Korrespondenz, in der Winifred ihre Situation, Begebenheiten und Erfolge in ihrer Familie und vor allem die Wiederauferstehung der Bayreuther Festspiele thematisiert. Mit vielerlei Mitteilungen, die Aufschlußreiches über ihre Gesinnung, ihre Familie und die Nachkriegsgeschichte der Festspiele zur Sprache bringen. Einige Zitate: "... So gerne ich Ihren Wunsch erfüllen würde, so bin ich leider momentan nicht dazu in der Lage - meine Berufung hat immer noch 2 1 / 2 jährige Bewährungsfrist verhängt, was bedeutet, dass ich weiterhin, wie seit dem Einzug der Amerikaner, blockiert bin und einen Treuhänder habe. Es ist mir bisher nicht gelungen, festzustellen, was überhaupt noch an Manuscripten vorhanden ist - Wahnfried wurde in dem Luftangriff am 5. April 1944 vernichtet und aus dem erhaltenen Siegfried-Bau musste alles innerhalb von 20 Minuten heraus und ist seitdem besetzt - zunächst war es Offiziersklub - dann Heim der CIC und für uns natürlich unzugänglich. Was wir verlagerten - ist vorhanden - aber Sie werden verstehen, dass wir das vorläufig ignorieren müssen - um es vor einem Zugriff zu retten ... ich will gerne in einigen Jahren versuchen, Ihre Bitte zu erfüllen ... wir geben uns auch alle Mühe trotz der Trostlosigkeit der finanziellen Lage - wenigstens in der dritten Generation die Wiederaufnahme der Festspiele zu versuchen oder zu riskieren, müsste man wohl besser sagen ... Ich lebe hier weiter im Exil und werde hier wohl auch bleiben, da die Behandlung seitens der Stadt Bayreuth wohl kaum je zu verwinden sein wird [Oberwarmensteinach 19.II.1949] ... Artikel wie im 'Wochenend' sehe ich gar nicht so ungern - sie beweisen, dass das Interesse für Bayreuth nach wie vor rege ist - und dass sie so und nicht anders schreiben müssen, wissen wir ja - Eingeweihte wissen Bescheid - Ahnungslose lassen sich so oder so nicht weiter beeindrucken, sondern lassen sich ihre Sensationslüsternheit für einige Minuten befriedigen und gehen dann zu einem anderen Thema übrig [!]. 'Schlimmes' können sie über uns doch nicht erfahren - wenn man sich auch noch so grosse Mühe gibt, uns zu vermiesen ... Wieland und seine Familie sind nunmehr in das Torso Wahnfrieds eingezogen - also blüht neues Leben aus den Ruinen - ich selbst bleibe hier [Oberwarmensteinach 24.VII.1949] ... [Hans] Rosbaud schätze ich sehr und wenn Sie Gelegenheit haben, seine Konzerte zu besuchen, dann sind Sie schon zu beneiden. Ich kenne ihn gut und schätze ihn auch menschlich sehr. Vor allem ist er ein vorzüglicher Pädagoge und erzieht sein Orchester vorbildlich . - Den Kurdirektor [von Baden-Baden] Erich von Prittwitz kenne ich auch gut - er ist ein Duzfreund von mir [11.IV.1950] ... Die Vorarbeiten zu den Festspielen sind in vollem Gange und ich freue mich ausserordentlich für meine Söhne, dass ihre mutigen Bemühungen insofern schon schöne Früchte getragen haben, als die Eintrittskarten schon völlig vergriffen sind. Sollte ich je in dem von der Besatzung hinterlassenen Tohuwabohu ein Schriftzeichen der von Ihnen verehrten Familienmitglieder finden, so sollen Sie es bestimmt bekommen [Oberwarmensteinach 13.IV.1951] ... Ich bin jetzt einige Tge in Wahnfried, um mir von meinen Söhnen über ihre Neapeler Arbeit berichten zu lassen. Sie inszenierten dort das Rheingold und die Walküre mit grossem Erfolg ... Ich werde am 23. April in Regensburg bei einer Aufführung des Bärenhäuter sein [20.IV.1952] ... Die Gründung der Gesellschaft der Freunde klassischer und romantischer Kunst in Baden-baden ist ein sehr erfreuliches Zeichen einer gesunde

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2388
Auktion:
Datum:
17.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
Beschreibung:

- Wagner, Winifred, Schwiegertochter Richard Wagners, Ehefrau Siegfried Wagners, Leiterin der Bayreuther Festspiele (1897-1980). Konvolut von 17 Briefen m. U. "Winifred Wagner" und 1 Brief m. U. "Wolfgang Wagner". Zus. 18 1 / 2 S. Gr. 4to und quer-4to. Oberwarmensteinach und Bayreuth 1949-1974. An einen politisch rechtskonservativen Wagner-Verehrer, der 1949 mit Autographen-Wünschen bei ihr angefragt hatte. Es entwickelt sich eine Jahrzehnte anhaltende Korrespondenz, in der Winifred ihre Situation, Begebenheiten und Erfolge in ihrer Familie und vor allem die Wiederauferstehung der Bayreuther Festspiele thematisiert. Mit vielerlei Mitteilungen, die Aufschlußreiches über ihre Gesinnung, ihre Familie und die Nachkriegsgeschichte der Festspiele zur Sprache bringen. Einige Zitate: "... So gerne ich Ihren Wunsch erfüllen würde, so bin ich leider momentan nicht dazu in der Lage - meine Berufung hat immer noch 2 1 / 2 jährige Bewährungsfrist verhängt, was bedeutet, dass ich weiterhin, wie seit dem Einzug der Amerikaner, blockiert bin und einen Treuhänder habe. Es ist mir bisher nicht gelungen, festzustellen, was überhaupt noch an Manuscripten vorhanden ist - Wahnfried wurde in dem Luftangriff am 5. April 1944 vernichtet und aus dem erhaltenen Siegfried-Bau musste alles innerhalb von 20 Minuten heraus und ist seitdem besetzt - zunächst war es Offiziersklub - dann Heim der CIC und für uns natürlich unzugänglich. Was wir verlagerten - ist vorhanden - aber Sie werden verstehen, dass wir das vorläufig ignorieren müssen - um es vor einem Zugriff zu retten ... ich will gerne in einigen Jahren versuchen, Ihre Bitte zu erfüllen ... wir geben uns auch alle Mühe trotz der Trostlosigkeit der finanziellen Lage - wenigstens in der dritten Generation die Wiederaufnahme der Festspiele zu versuchen oder zu riskieren, müsste man wohl besser sagen ... Ich lebe hier weiter im Exil und werde hier wohl auch bleiben, da die Behandlung seitens der Stadt Bayreuth wohl kaum je zu verwinden sein wird [Oberwarmensteinach 19.II.1949] ... Artikel wie im 'Wochenend' sehe ich gar nicht so ungern - sie beweisen, dass das Interesse für Bayreuth nach wie vor rege ist - und dass sie so und nicht anders schreiben müssen, wissen wir ja - Eingeweihte wissen Bescheid - Ahnungslose lassen sich so oder so nicht weiter beeindrucken, sondern lassen sich ihre Sensationslüsternheit für einige Minuten befriedigen und gehen dann zu einem anderen Thema übrig [!]. 'Schlimmes' können sie über uns doch nicht erfahren - wenn man sich auch noch so grosse Mühe gibt, uns zu vermiesen ... Wieland und seine Familie sind nunmehr in das Torso Wahnfrieds eingezogen - also blüht neues Leben aus den Ruinen - ich selbst bleibe hier [Oberwarmensteinach 24.VII.1949] ... [Hans] Rosbaud schätze ich sehr und wenn Sie Gelegenheit haben, seine Konzerte zu besuchen, dann sind Sie schon zu beneiden. Ich kenne ihn gut und schätze ihn auch menschlich sehr. Vor allem ist er ein vorzüglicher Pädagoge und erzieht sein Orchester vorbildlich . - Den Kurdirektor [von Baden-Baden] Erich von Prittwitz kenne ich auch gut - er ist ein Duzfreund von mir [11.IV.1950] ... Die Vorarbeiten zu den Festspielen sind in vollem Gange und ich freue mich ausserordentlich für meine Söhne, dass ihre mutigen Bemühungen insofern schon schöne Früchte getragen haben, als die Eintrittskarten schon völlig vergriffen sind. Sollte ich je in dem von der Besatzung hinterlassenen Tohuwabohu ein Schriftzeichen der von Ihnen verehrten Familienmitglieder finden, so sollen Sie es bestimmt bekommen [Oberwarmensteinach 13.IV.1951] ... Ich bin jetzt einige Tge in Wahnfried, um mir von meinen Söhnen über ihre Neapeler Arbeit berichten zu lassen. Sie inszenierten dort das Rheingold und die Walküre mit grossem Erfolg ... Ich werde am 23. April in Regensburg bei einer Aufführung des Bärenhäuter sein [20.IV.1952] ... Die Gründung der Gesellschaft der Freunde klassischer und romantischer Kunst in Baden-baden ist ein sehr erfreuliches Zeichen einer gesunde

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2388
Auktion:
Datum:
17.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
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14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
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