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Auktionsarchiv: Los-Nr. 2385

Wagner, Richard Manuskript zu "Tristan und Isolde"

Autographen
17.04.2019
Schätzpreis
15.000 €
ca. 16.859 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 2385

Wagner, Richard Manuskript zu "Tristan und Isolde"

Autographen
17.04.2019
Schätzpreis
15.000 €
ca. 16.859 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

"Liebestod" oder "Verklärung?" Wagner, Richard, Komponist (1813-1883). Eigh. Manuskript. 1 S. Gr. 4to (23,1 x 28,5 cm). (Wien, Dez. 1863). "Tristan und Isolde. Vorspiel und Schlussatz". Entwurf zu Handlung und Programm für Teile der Oper, mit Erläuterung seiner motivischen Intentionen. "A.) Vorspiel (Liebestod.) - Tristan führt, als Brautwerber, Isolde seinem Könige und Oheim zu. Beide lieben sich. Von der schüchternen Klage des unstillbaren Verlangens, vom zartesten Erleben bis zum furchtbaren Ausbruch des Bekenntnisses hoffnungsloser Liebe, durchschreitet die Empfindung alle Phasen des sieglosen Kampfes gegen die innere Gluth, bis sie, ohnmächtig in sich zurücksinkend, wie im Tode zu verlöschen scheint. B.) Schlussatz. (Verklärung.) - Doch, was das Schicksal für das Leben trennte, lebt nun verklärt im Tode auf: die Pforte der Vereinigung ist geöffnet. Ueber Tristan's Leiche gewahrt die sterbende Isolde die seligste Erfüllung des glühenden Sehnens: ewige Vereinigung in ungemessenen Räumen, ohne Schranken, ohne Banden, unzertrennbar! - " Der Text war bestimmt für den Wiener Programmzettel des "Großen Orchester-Concerts ... unter der Leitung von Richard Wagner ... im kaiserl. königl. grossen Redouten-Saale" am 27.XII.1863. - Der Schlußsatz ist heute unter dem Titel "Isoldens Liebestod" bekannt, während Wagner stets nur von "Verklärung" spricht. Dieser poetischere Begriff passt besser zu Wagners Anschauung vom Transzendenten, dem Übergang von den seelischen Leiden des Erdendaseins zur immateriellen "seligsten Erfüllung" in der Verklärung. Der metaphysische Anteil in der Beziehung des Paares ist durch "Verklärung" besser gekennzeichnet als durch "Liebestod". - Anderthalb Jahre vor der Uraufführung der lange als unaufführbar verrufenen Oper stellt Wagner einem anspruchsvollen Konzertpublikum mit der vorliegenden schönen Handschrift in nuce das Konzept und die Idee des großen Werkes vor.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2385
Auktion:
Datum:
17.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
Beschreibung:

"Liebestod" oder "Verklärung?" Wagner, Richard, Komponist (1813-1883). Eigh. Manuskript. 1 S. Gr. 4to (23,1 x 28,5 cm). (Wien, Dez. 1863). "Tristan und Isolde. Vorspiel und Schlussatz". Entwurf zu Handlung und Programm für Teile der Oper, mit Erläuterung seiner motivischen Intentionen. "A.) Vorspiel (Liebestod.) - Tristan führt, als Brautwerber, Isolde seinem Könige und Oheim zu. Beide lieben sich. Von der schüchternen Klage des unstillbaren Verlangens, vom zartesten Erleben bis zum furchtbaren Ausbruch des Bekenntnisses hoffnungsloser Liebe, durchschreitet die Empfindung alle Phasen des sieglosen Kampfes gegen die innere Gluth, bis sie, ohnmächtig in sich zurücksinkend, wie im Tode zu verlöschen scheint. B.) Schlussatz. (Verklärung.) - Doch, was das Schicksal für das Leben trennte, lebt nun verklärt im Tode auf: die Pforte der Vereinigung ist geöffnet. Ueber Tristan's Leiche gewahrt die sterbende Isolde die seligste Erfüllung des glühenden Sehnens: ewige Vereinigung in ungemessenen Räumen, ohne Schranken, ohne Banden, unzertrennbar! - " Der Text war bestimmt für den Wiener Programmzettel des "Großen Orchester-Concerts ... unter der Leitung von Richard Wagner ... im kaiserl. königl. grossen Redouten-Saale" am 27.XII.1863. - Der Schlußsatz ist heute unter dem Titel "Isoldens Liebestod" bekannt, während Wagner stets nur von "Verklärung" spricht. Dieser poetischere Begriff passt besser zu Wagners Anschauung vom Transzendenten, dem Übergang von den seelischen Leiden des Erdendaseins zur immateriellen "seligsten Erfüllung" in der Verklärung. Der metaphysische Anteil in der Beziehung des Paares ist durch "Verklärung" besser gekennzeichnet als durch "Liebestod". - Anderthalb Jahre vor der Uraufführung der lange als unaufführbar verrufenen Oper stellt Wagner einem anspruchsvollen Konzertpublikum mit der vorliegenden schönen Handschrift in nuce das Konzept und die Idee des großen Werkes vor.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2385
Auktion:
Datum:
17.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
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14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
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