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Auktionsarchiv: Los-Nr. 3233

MAX ERNST

Schätzpreis
100.000 CHF - 150.000 CHF
ca. 102.647 $ - 153.971 $
Zuschlagspreis:
116.200 CHF
ca. 119.276 $
Auktionsarchiv: Los-Nr. 3233

MAX ERNST

Schätzpreis
100.000 CHF - 150.000 CHF
ca. 102.647 $ - 153.971 $
Zuschlagspreis:
116.200 CHF
ca. 119.276 $
Beschreibung:

MAX ERNST (Brühl 1891 - 1976 Paris) Paysage de Corbières. Um 1949. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: max ernst 33 x 23,8 cm. Provenienz: - Galerie de l'Ile de France, Paris. - Dobiaschofsky Bern, Auktion 90, 12. Mai 2000, Nr. 505. - Privatsammlung Schweiz, an obiger Auktion gekauft und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Ausstellungen: - New York 1970, Max Ernst Byron Gallery, 28. Oktober - 2. Dezember 1970, Nr. 56 (verso mit Etikett). - Turin 1971, Le sillabe mute dell'immaginazione, 12 maestri del surrealismo, Galeria Gissi, Dezember 1971, Nr. 13 (verso mit Stempel). Literatur: Spies, Werner (Hrsg.): Max Ernst Oeuvre-Katalog: Werke 1939-1953, Köln 1997, S. 203, Nr. 2689 (mit Abb.). Max Ernst und seine Freundin, die US-amerikanische Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin Dorothea Tanning reisen 1943 als frisch verliebtes Paar mit dem Auto von New York aus quer durch die Staaten in den Südwesten und verbringen den Sommer in Arizona, mitten in den wüstenartigen Bergen. 1946 lassen sich die beiden nahe von Sedona nieder. Mitten im heissen Nirgendwo beginnt das Paar selbst ein Haus zu bauen. Inspiriert von der reichen Kultur der indianischen Ureinwohner, versieht Ernst die Wände mit einem Maskenfries und schafft faszinierende Skulpturen. Befreundete Künstler wie Man Ray, Marcel Duchamp Yves Tanguy oder der Fotograf Henry Cartier-Bresson besuchen Ernst in Capricorn Hill, wie das einsam gelegene Häuschen genannt wird. Max Ernst ist völlig fasziniert von den Landschaften, die aussehen, als seien seine eigenen surrealistischen Gemälde wie "Europa nach dem Regen II" (ca. 1941, Wadsworth Atheneum, Hartford, CT, USA, begonnen in Südfrankreich, vollendet in New York) Realität geworden; er hat sie wenige Jahre zuvor als apokalyptische Visionen des kriegszerstörten Europa mit völlig neuartigen Techniken geschaffen. Max Ernst malt dieses Werk während dieser schöpferisch sehr bedeutsamen Zeit. Diese Phase ist stark geprägt von der Verbindung von Landschaft und Vegetation. Wie in dem vorliegenden Gemälde bilden Pflanzen und Umgebung eine sonderbare, träumerische Einheit. Verstärkt wird dies durch die von Max Ernst bestens beherrschten surrealistischen Techniken der Frottage, Grattage, und auch der Dekalkomanie. Bei letzterer wird der Bildträger mit einer Pigmentschicht bedeckt und dann mit einer glatten Oberfläche wie Glas darauf gepresst, so dass sich ein reichhaltiges Oberflächenmuster ergibt, welches Korallen, Felsen oder imaginären Kreaturen ähnlich ist. Wie im Text der grossen Max-Ernst-Retrospektive in der Tate 1991 beschrieben, ist "Dekalkomanie eine so genannte intersubjektive Methode, vergleichbar mit dem automatischen Schreiben, den Traumprotokollen und den exquisiten Kadavern der späten 1920er Jahre. Doch bei Max Ernst führte das Spiel zu einer wunderbaren Erweiterung seiner visionären Welt.... mit großer Raffinesse eingesetzt und durch interpretative Ergänzungen von Hand ergänzt" (Max Ernst (Ausstellungskatalog), Tate Gallery, London, 1991, S. 230).

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3233
Auktion:
Datum:
28.06.2019
Auktionshaus:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Schweiz
[email protected]
+41 (0)44 4456330
Beschreibung:

MAX ERNST (Brühl 1891 - 1976 Paris) Paysage de Corbières. Um 1949. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: max ernst 33 x 23,8 cm. Provenienz: - Galerie de l'Ile de France, Paris. - Dobiaschofsky Bern, Auktion 90, 12. Mai 2000, Nr. 505. - Privatsammlung Schweiz, an obiger Auktion gekauft und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Ausstellungen: - New York 1970, Max Ernst Byron Gallery, 28. Oktober - 2. Dezember 1970, Nr. 56 (verso mit Etikett). - Turin 1971, Le sillabe mute dell'immaginazione, 12 maestri del surrealismo, Galeria Gissi, Dezember 1971, Nr. 13 (verso mit Stempel). Literatur: Spies, Werner (Hrsg.): Max Ernst Oeuvre-Katalog: Werke 1939-1953, Köln 1997, S. 203, Nr. 2689 (mit Abb.). Max Ernst und seine Freundin, die US-amerikanische Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin Dorothea Tanning reisen 1943 als frisch verliebtes Paar mit dem Auto von New York aus quer durch die Staaten in den Südwesten und verbringen den Sommer in Arizona, mitten in den wüstenartigen Bergen. 1946 lassen sich die beiden nahe von Sedona nieder. Mitten im heissen Nirgendwo beginnt das Paar selbst ein Haus zu bauen. Inspiriert von der reichen Kultur der indianischen Ureinwohner, versieht Ernst die Wände mit einem Maskenfries und schafft faszinierende Skulpturen. Befreundete Künstler wie Man Ray, Marcel Duchamp Yves Tanguy oder der Fotograf Henry Cartier-Bresson besuchen Ernst in Capricorn Hill, wie das einsam gelegene Häuschen genannt wird. Max Ernst ist völlig fasziniert von den Landschaften, die aussehen, als seien seine eigenen surrealistischen Gemälde wie "Europa nach dem Regen II" (ca. 1941, Wadsworth Atheneum, Hartford, CT, USA, begonnen in Südfrankreich, vollendet in New York) Realität geworden; er hat sie wenige Jahre zuvor als apokalyptische Visionen des kriegszerstörten Europa mit völlig neuartigen Techniken geschaffen. Max Ernst malt dieses Werk während dieser schöpferisch sehr bedeutsamen Zeit. Diese Phase ist stark geprägt von der Verbindung von Landschaft und Vegetation. Wie in dem vorliegenden Gemälde bilden Pflanzen und Umgebung eine sonderbare, träumerische Einheit. Verstärkt wird dies durch die von Max Ernst bestens beherrschten surrealistischen Techniken der Frottage, Grattage, und auch der Dekalkomanie. Bei letzterer wird der Bildträger mit einer Pigmentschicht bedeckt und dann mit einer glatten Oberfläche wie Glas darauf gepresst, so dass sich ein reichhaltiges Oberflächenmuster ergibt, welches Korallen, Felsen oder imaginären Kreaturen ähnlich ist. Wie im Text der grossen Max-Ernst-Retrospektive in der Tate 1991 beschrieben, ist "Dekalkomanie eine so genannte intersubjektive Methode, vergleichbar mit dem automatischen Schreiben, den Traumprotokollen und den exquisiten Kadavern der späten 1920er Jahre. Doch bei Max Ernst führte das Spiel zu einer wunderbaren Erweiterung seiner visionären Welt.... mit großer Raffinesse eingesetzt und durch interpretative Ergänzungen von Hand ergänzt" (Max Ernst (Ausstellungskatalog), Tate Gallery, London, 1991, S. 230).

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3233
Auktion:
Datum:
28.06.2019
Auktionshaus:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Schweiz
[email protected]
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