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Auktionsarchiv: Los-Nr. 2561

Martius, Carl Friedrich Philipp von

Schätzpreis
450 €
ca. 490 $
Zuschlagspreis:
800 €
ca. 872 $
Auktionsarchiv: Los-Nr. 2561

Martius, Carl Friedrich Philipp von

Schätzpreis
450 €
ca. 490 $
Zuschlagspreis:
800 €
ca. 872 $
Beschreibung:

Martius, Carl Friedrich Philipp von, bayerischer, vielfach dekorierter Naturforscher, Botaniker und Ethnograph, bereiste 3 Jahre Brasilien und brachte eine große Zahl von Tier- und Pflanzenpräparaten mit, war ab 1826 Professor in München und später auch Direktor des dortigen Botanischen Gartens (1794-1868). 3 eigh. Briefe m. U. "Martius" bzw. "Geh. Rath D. v. Martius". Zus. 5 S. 4to und Quer-8vo. 1822- (circa 1865). Der erste, sehr umfangreiche Brief (München 11.VIII.1822) behandelt in der ersten Hälfte botanische Spezialfragen und geht dann zu einer Verabredung mit dem befreundeten (Frankfurter ?) Adressaten über, den Martius neun Jahre nicht gesehen hatte. "... Ihr Anerbieten, mir bis Darmstadt entgegen zu kommen, hat mich ganz entzückt. Sie schreiben zwar, daß Ihnen Mainz lieber wäre, aber wenn es Ihnen nur einigermaßen möglich ist, so kommen Sie doch bis Darmstadt. Gerade dieses kleine und kunstreiche Städtchen möchte ich ein paar Tage mit Ihnen sehen, wir wollen uns da ganz für uns halten. Daß Frkf., wo Sie so bekannt sind, nicht so gut dient, sehe ich selbst ein ... Ich gehe nach Stuttgardt u. dann mit dem Schnellwagen bis Darmstadt ... Recht leid ist mir, daß Fritz krank ist. Ich werde mit ihm die Reise wohl nicht machen können, denn besser berühre ich Würzb. u. Fr. erst auf der Heimkehr; aber Cölln u. Düsseldorf möchte ich sehen ... Eben höre ich, daß der Kaiser v. Österreich in einigen Wochen hieher kommt, das wäre ein verwünschter Streich, wenn ich am Gartenportal Schildwache stehen müßte ... Eben jetzt ist Gr. Starnberg mit Dr. Pohl hier. Man verwundert sich, daß wir schon so viel fertig haben. Ey nun, man treibt's eben wie's geht. - Meine Freude, Sie, theuerster Freund, nach 9 Jahren wieder umarmen zu können, ist unbeschreiblich ...". - Der zweite Brief (1841) ist an den Universitätsgärtner Joseph Dieffenbach (1796-1863) am Botanischen Garten in Wien gerichtet, als Begleitschreiben zum "Münchner Samenkatalog pro 1841" und einer Münchener Desideratenliste zum Zweck lebhaften Austauschs. "... Unser neuer Hofgärtner H. Weinkauff empfiehlt sich überdies Ihrem Wohlwollen in dem beiliegenden Briefe. Hrn Prof. Endlicher wollen Sie in meinem Namen alles Erdenkliche Schöne sagen. Ich erwarte nächstens auch Briefe von ihm ...". - Das dritte Schreiben ist ein Billet (nach 1859) an den berühmten österr. Botaniker Anton Kerner von Marilaun (1831-1898), zu dieser Zeit Professor in Innsbruck: "Herrn Prof. der Botanik D. Kerner in Insbruck empfiehlt sich u. den Überbringer H. Dr. Jacob hochachtungsvoll Geh. Rath D. v. Martius". - Beiliegend ein Folio-Blatt mit flüchtig kommentierten Federskizzen von Blüten, von anderer Hand mit Bleistift bezeichnet: "Martius".

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2561
Auktion:
Datum:
06.04.2022
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
Beschreibung:

Martius, Carl Friedrich Philipp von, bayerischer, vielfach dekorierter Naturforscher, Botaniker und Ethnograph, bereiste 3 Jahre Brasilien und brachte eine große Zahl von Tier- und Pflanzenpräparaten mit, war ab 1826 Professor in München und später auch Direktor des dortigen Botanischen Gartens (1794-1868). 3 eigh. Briefe m. U. "Martius" bzw. "Geh. Rath D. v. Martius". Zus. 5 S. 4to und Quer-8vo. 1822- (circa 1865). Der erste, sehr umfangreiche Brief (München 11.VIII.1822) behandelt in der ersten Hälfte botanische Spezialfragen und geht dann zu einer Verabredung mit dem befreundeten (Frankfurter ?) Adressaten über, den Martius neun Jahre nicht gesehen hatte. "... Ihr Anerbieten, mir bis Darmstadt entgegen zu kommen, hat mich ganz entzückt. Sie schreiben zwar, daß Ihnen Mainz lieber wäre, aber wenn es Ihnen nur einigermaßen möglich ist, so kommen Sie doch bis Darmstadt. Gerade dieses kleine und kunstreiche Städtchen möchte ich ein paar Tage mit Ihnen sehen, wir wollen uns da ganz für uns halten. Daß Frkf., wo Sie so bekannt sind, nicht so gut dient, sehe ich selbst ein ... Ich gehe nach Stuttgardt u. dann mit dem Schnellwagen bis Darmstadt ... Recht leid ist mir, daß Fritz krank ist. Ich werde mit ihm die Reise wohl nicht machen können, denn besser berühre ich Würzb. u. Fr. erst auf der Heimkehr; aber Cölln u. Düsseldorf möchte ich sehen ... Eben höre ich, daß der Kaiser v. Österreich in einigen Wochen hieher kommt, das wäre ein verwünschter Streich, wenn ich am Gartenportal Schildwache stehen müßte ... Eben jetzt ist Gr. Starnberg mit Dr. Pohl hier. Man verwundert sich, daß wir schon so viel fertig haben. Ey nun, man treibt's eben wie's geht. - Meine Freude, Sie, theuerster Freund, nach 9 Jahren wieder umarmen zu können, ist unbeschreiblich ...". - Der zweite Brief (1841) ist an den Universitätsgärtner Joseph Dieffenbach (1796-1863) am Botanischen Garten in Wien gerichtet, als Begleitschreiben zum "Münchner Samenkatalog pro 1841" und einer Münchener Desideratenliste zum Zweck lebhaften Austauschs. "... Unser neuer Hofgärtner H. Weinkauff empfiehlt sich überdies Ihrem Wohlwollen in dem beiliegenden Briefe. Hrn Prof. Endlicher wollen Sie in meinem Namen alles Erdenkliche Schöne sagen. Ich erwarte nächstens auch Briefe von ihm ...". - Das dritte Schreiben ist ein Billet (nach 1859) an den berühmten österr. Botaniker Anton Kerner von Marilaun (1831-1898), zu dieser Zeit Professor in Innsbruck: "Herrn Prof. der Botanik D. Kerner in Insbruck empfiehlt sich u. den Überbringer H. Dr. Jacob hochachtungsvoll Geh. Rath D. v. Martius". - Beiliegend ein Folio-Blatt mit flüchtig kommentierten Federskizzen von Blüten, von anderer Hand mit Bleistift bezeichnet: "Martius".

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2561
Auktion:
Datum:
06.04.2022
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
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