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Auktionsarchiv: Los-Nr. 4563

Globus.

Auktion 107
15.02.2019, 11:00 - 16.02.2019
Schätzpreis
7.500 €
ca. 8.642 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 4563

Globus.

Auktion 107
15.02.2019, 11:00 - 16.02.2019
Schätzpreis
7.500 €
ca. 8.642 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Koen. Bayer. privileg. pneumatisch portativer Erd-Globus. Nach Erfindung von Pocock verb. und hrsg. von Ph. Cella. Grenzkolor. Lithographie auf engl. Seidenpapier in 12 zusammengesetzten Segmenten und mit Nordpolkappe. Mchn., J. Lacroix 1831. Durchmesser ca. 115 cm, Länge gefalt. ca. 147,5 cm. Gefaltet.
Fauser, Globen 68. Engelmann I, 68. Tooley, Mapmakers I, 249. - Sehr seltener aufblasbarer Papierglobus nach G. Pocock. Ph. Cella (geb. 1790), in Nürnberg im kaufmännischen Beruf tätig, hielt sich in dieser Eigenschaft 16 Jahre in England auf, u.a. in Bristol, wo er Pococks aufblasbaren Globus kennenlernte und, nach eigenen Angaben, verbesserte. 1830 erhielt er das kgl. bayer. Druckprivileg. - Der Globus verzeichnet u.a. die Reisen von 11 Entdeckern, darunter Cook 1771, 1772 und 1778, Clerk 1779 und Gore 1780, außerdem ist der Ort der Meuterei auf der Bounty 1788 eingezeichnet. - Der Globus wurde ursprünglich entweder aufgehängt u. mithilfe eines Blasebalgs aufgeblasen, oder durch eine Prozedur in Form gebracht, die durchaus einiges Geschick erforderte: "Man nimmt den Globus .. beym Reife (fehlt hier), der die Oeffnung am Südpole bildet, und schüttelt ihn seiner ganzen Länge nach auseinander. Nun hält man den Reif vertikal und schwingt mit der rechten Hand gegen die linke, den Globus horizontal durch die Luft, ergreift den Reif sogleich mit der linken Hand und schwingt ihn ebenso wieder zurück usw., wodurch die Luft in die Oeffnung eindringt und die Falten ausdehnen. Dieses horizontale Durchführen durch die Luft .. kann fünf bis sechsmal wiederholt werden, bis man endlich .. dem Globus so einen geschickten Schwung zu geben sucht, daß .. die Oeffnung zu Boden fällt, und das Knöpfchen am Nordpole oben sich befindet. Bei diesem Knöpfchen hebt man jetzt den Globus .. läßt ihn fallen, hebt ihn wieder u.s.f. Bei mehrmaliger Wiederholung pumpt sich die Luft durch die Oeffnung von selbst nach und nach dergestalt ein, daß der Globus gefüllt auf dem Boden steht." (Erläuterungen, S. 3-4, Erläuterungsheft fehlt hier). Auch in nicht aufgeblasenem Zustand läßt sich der Globus verwenden, indem man ihn in der Länge auslegt und die einzelnen Segmente wie Buchseiten umblättert. - Fehlt der Blasebalg, das Maßband, das Erläuterungsheft sowie der Reif. - Nur stellenw. leicht gebräunt od. stockfleckig. 7 Stellen mit Tesafilm geklebt (davon einer bis ca. 25 cm), unten mit 2 größeren Falzeinrissen, Falze tls. knittrig, kl. Läs. Gebrauchssp. - Sehr selten. - ╔Beiliegend:╗ Prospekt zum pneumatisch-portativen Erdglobus. Bln. 1832. 2 Bl. Gefaltet. Tls. mit gr. Einrissen, stark gebräunt, mit Alterssp. - Unterer Rd. (für Luftzufuhr) mit mod. tls. eingefädelter Schnur. - Gekauft wie besichtigt.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 4563
Auktion:
Datum:
15.02.2019, 11:00 - 16.02.2019
Auktionshaus:
Auktionshaus Kiefer
Steubenstr. 36
75172 Pforzheim
Deutschland
+49 (0)7231 92320
+49 (0)7231 923216
Beschreibung:

Koen. Bayer. privileg. pneumatisch portativer Erd-Globus. Nach Erfindung von Pocock verb. und hrsg. von Ph. Cella. Grenzkolor. Lithographie auf engl. Seidenpapier in 12 zusammengesetzten Segmenten und mit Nordpolkappe. Mchn., J. Lacroix 1831. Durchmesser ca. 115 cm, Länge gefalt. ca. 147,5 cm. Gefaltet.
Fauser, Globen 68. Engelmann I, 68. Tooley, Mapmakers I, 249. - Sehr seltener aufblasbarer Papierglobus nach G. Pocock. Ph. Cella (geb. 1790), in Nürnberg im kaufmännischen Beruf tätig, hielt sich in dieser Eigenschaft 16 Jahre in England auf, u.a. in Bristol, wo er Pococks aufblasbaren Globus kennenlernte und, nach eigenen Angaben, verbesserte. 1830 erhielt er das kgl. bayer. Druckprivileg. - Der Globus verzeichnet u.a. die Reisen von 11 Entdeckern, darunter Cook 1771, 1772 und 1778, Clerk 1779 und Gore 1780, außerdem ist der Ort der Meuterei auf der Bounty 1788 eingezeichnet. - Der Globus wurde ursprünglich entweder aufgehängt u. mithilfe eines Blasebalgs aufgeblasen, oder durch eine Prozedur in Form gebracht, die durchaus einiges Geschick erforderte: "Man nimmt den Globus .. beym Reife (fehlt hier), der die Oeffnung am Südpole bildet, und schüttelt ihn seiner ganzen Länge nach auseinander. Nun hält man den Reif vertikal und schwingt mit der rechten Hand gegen die linke, den Globus horizontal durch die Luft, ergreift den Reif sogleich mit der linken Hand und schwingt ihn ebenso wieder zurück usw., wodurch die Luft in die Oeffnung eindringt und die Falten ausdehnen. Dieses horizontale Durchführen durch die Luft .. kann fünf bis sechsmal wiederholt werden, bis man endlich .. dem Globus so einen geschickten Schwung zu geben sucht, daß .. die Oeffnung zu Boden fällt, und das Knöpfchen am Nordpole oben sich befindet. Bei diesem Knöpfchen hebt man jetzt den Globus .. läßt ihn fallen, hebt ihn wieder u.s.f. Bei mehrmaliger Wiederholung pumpt sich die Luft durch die Oeffnung von selbst nach und nach dergestalt ein, daß der Globus gefüllt auf dem Boden steht." (Erläuterungen, S. 3-4, Erläuterungsheft fehlt hier). Auch in nicht aufgeblasenem Zustand läßt sich der Globus verwenden, indem man ihn in der Länge auslegt und die einzelnen Segmente wie Buchseiten umblättert. - Fehlt der Blasebalg, das Maßband, das Erläuterungsheft sowie der Reif. - Nur stellenw. leicht gebräunt od. stockfleckig. 7 Stellen mit Tesafilm geklebt (davon einer bis ca. 25 cm), unten mit 2 größeren Falzeinrissen, Falze tls. knittrig, kl. Läs. Gebrauchssp. - Sehr selten. - ╔Beiliegend:╗ Prospekt zum pneumatisch-portativen Erdglobus. Bln. 1832. 2 Bl. Gefaltet. Tls. mit gr. Einrissen, stark gebräunt, mit Alterssp. - Unterer Rd. (für Luftzufuhr) mit mod. tls. eingefädelter Schnur. - Gekauft wie besichtigt.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 4563
Auktion:
Datum:
15.02.2019, 11:00 - 16.02.2019
Auktionshaus:
Auktionshaus Kiefer
Steubenstr. 36
75172 Pforzheim
Deutschland
+49 (0)7231 92320
+49 (0)7231 923216
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