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Auktionsarchiv: Los-Nr. 0587

Ernst Fuchs*

Schätzpreis
35.000 € - 55.000 €
ca. 38.563 $ - 60.599 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 0587

Ernst Fuchs*

Schätzpreis
35.000 € - 55.000 €
ca. 38.563 $ - 60.599 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Ernst Fuchs* (Wien 1930-2015 Wien) Die Entschleierung der Diana, 1988 Öl auf Leinwand; gerahmt; 145 x 83,5 cm; 161,5 x 100,5 cm (mit Rahmen) Datiert und signiert rechts unten: 1988 Ernst Fuchs Provenienz Privatbesitz, Oberösterreich Literatur Richard P. Hartmann (Hg.), Ernst Fuchs Der Feuerfuchs, Frankfurt am Main 1988, Abb. S. 57. In der Klasse von Albert Paris Gütersloh trifft Ernst Fuchs auf Arik Brauer, Rudolf Hausner Wolfgang Hutter und Anton Lehmden gemeinsam gründen sie die „Wiener Schule des phantastischen Realismus“. Christliche und jüdische Mystik, Tiefenpsychologie und die Verarbeitung der beiden Weltkriege bestimmen die Themenwelten der erfolgreichen Künstlergruppe und werden auch in Zukunft Ernst Fuchs‘ Werk prägen. 1947 lernt er in Turin Felipe Casorati, Giorgio de Chirico und dessen Bruder kennen: die bedeutendsten Maler der Pittura Metaphisica, die einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlässt. Nach 12 Jahren in Paris, in denen Fuchs wichtige Vertreter des Surrealismus kennenlernt, kehrt er nach Wien zurück, wo er mit seinen in altmeisterlicher Technik gemalten Bildern, aber auch Architekturentwürfen, Skulpturen und angewandter Kunst große Erfolge verzeichnen kann. Seine Werke sind stark von christlich-mythischen Themen mit jüdischer Symbolik und mythologischen Figuren geprägt, in denen der Eros zunehmend eine dominierende Rolle einnimmt. In den späten 70er Jahren zeichnet sich eine neue Phase in seinem Werk ab, Fuchs arbeitet nun mit leuchtenden Farben, die Kompositionen werden im Vergleich zu den detailreichen früheren Werken einfacher und gehen stellenweise ins Dekorative über. Helden und Götter der antiken und germanischen Mythologie faszinieren den Maler besonders, die er gerne in einen geheimnisvoll erotischen Kontext setzt - wie auch im hier gezeigten Bild. Mit dem ab den 60er Jahren einsetzenden kommerziellen Erfolg verändert sich die Technik des Künstlers, die Feinmalerei weicht einem schnelleren, selbstbewussten Strich. Immer wieder greift Fuchs auf Motive und Themen zurück, mit denen er sich schon früher beschäftigt hatte, was ihm einerseits die Kritik einbrachte, sich selbst zu wiederholen, andererseits aber durchaus auf Tradition in der Kunstgeschichte basiert. Ernst Fuchs verstarb im November 2015 in Wien. (Ina Waldstein)

Auktionsarchiv: Los-Nr. 0587
Auktion:
Datum:
04.12.2019
Auktionshaus:
Auktionshaus im Kinsky GmbH
Palais Kinsky, Freyung 4
1010 Wien
Österreich
office@imkinsky.com
+43 1 5324200
+43 1 53242009
Beschreibung:

Ernst Fuchs* (Wien 1930-2015 Wien) Die Entschleierung der Diana, 1988 Öl auf Leinwand; gerahmt; 145 x 83,5 cm; 161,5 x 100,5 cm (mit Rahmen) Datiert und signiert rechts unten: 1988 Ernst Fuchs Provenienz Privatbesitz, Oberösterreich Literatur Richard P. Hartmann (Hg.), Ernst Fuchs Der Feuerfuchs, Frankfurt am Main 1988, Abb. S. 57. In der Klasse von Albert Paris Gütersloh trifft Ernst Fuchs auf Arik Brauer, Rudolf Hausner Wolfgang Hutter und Anton Lehmden gemeinsam gründen sie die „Wiener Schule des phantastischen Realismus“. Christliche und jüdische Mystik, Tiefenpsychologie und die Verarbeitung der beiden Weltkriege bestimmen die Themenwelten der erfolgreichen Künstlergruppe und werden auch in Zukunft Ernst Fuchs‘ Werk prägen. 1947 lernt er in Turin Felipe Casorati, Giorgio de Chirico und dessen Bruder kennen: die bedeutendsten Maler der Pittura Metaphisica, die einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlässt. Nach 12 Jahren in Paris, in denen Fuchs wichtige Vertreter des Surrealismus kennenlernt, kehrt er nach Wien zurück, wo er mit seinen in altmeisterlicher Technik gemalten Bildern, aber auch Architekturentwürfen, Skulpturen und angewandter Kunst große Erfolge verzeichnen kann. Seine Werke sind stark von christlich-mythischen Themen mit jüdischer Symbolik und mythologischen Figuren geprägt, in denen der Eros zunehmend eine dominierende Rolle einnimmt. In den späten 70er Jahren zeichnet sich eine neue Phase in seinem Werk ab, Fuchs arbeitet nun mit leuchtenden Farben, die Kompositionen werden im Vergleich zu den detailreichen früheren Werken einfacher und gehen stellenweise ins Dekorative über. Helden und Götter der antiken und germanischen Mythologie faszinieren den Maler besonders, die er gerne in einen geheimnisvoll erotischen Kontext setzt - wie auch im hier gezeigten Bild. Mit dem ab den 60er Jahren einsetzenden kommerziellen Erfolg verändert sich die Technik des Künstlers, die Feinmalerei weicht einem schnelleren, selbstbewussten Strich. Immer wieder greift Fuchs auf Motive und Themen zurück, mit denen er sich schon früher beschäftigt hatte, was ihm einerseits die Kritik einbrachte, sich selbst zu wiederholen, andererseits aber durchaus auf Tradition in der Kunstgeschichte basiert. Ernst Fuchs verstarb im November 2015 in Wien. (Ina Waldstein)

Auktionsarchiv: Los-Nr. 0587
Auktion:
Datum:
04.12.2019
Auktionshaus:
Auktionshaus im Kinsky GmbH
Palais Kinsky, Freyung 4
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Österreich
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