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Auktionsarchiv: Los-Nr. 136

Der mächtige geflügelte Heruka - Hayagriva

Schätzpreis
3.000 € - 5.000 €
ca. 3.393 $ - 5.655 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 136

Der mächtige geflügelte Heruka - Hayagriva

Schätzpreis
3.000 € - 5.000 €
ca. 3.393 $ - 5.655 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

TIBET, 19.Jh.
72,5 x 47 cm R.
Hayagriva der "Pferdenackige" - rTamrin yang sang khros pa. Hayagriva ist eine Gottheit die viele Dharmapalas unter ihrer Kontrolle hält, und insofern eine doppelte Funktion innehat: die eines Schützers und die einer Meditationsgottheit - eines Yidam. Als solcher ist Hayagriva einer der wichtigsten Archetypen unter den tibetischen Gottheiten und wurde von Anfang an in der Tradition der Nyingmapas praktiziert, aber später in allen tibetischen Schulen verehrt. Er wird bis zum heutigen Tag vor allem von den Gelugpa-Schulen, insbesondere in der Mongolei, lebendig gehalten. Hayagriva erscheint in unterschiedlichen Gestalten. In dem "Geheimen" Sadhana des Hayagriva' wird er als eine zornvolle Gottheit von roter Körperfarbe mit drei Gesichtern, sechs Armen und vier Beinen beschrieben. Das mittlere Gesicht ist rot, das rechte ist weiß und das linke blau (grün), als Verdeutlichung der drei Körper der Verwirklichung (Trikaya). Alle Gesichter sind mit dem dritten Weisheitsauge ausgestattet. Er erscheint hier mit mächtigen Garuda-Schwingen. Hayagriva ist an dem grünen Pferdekopf erkennbar, die in seinem Haar stecken. Der Pferdekopf verleiht ihm den Namen 'Pferdenackiger'. Dieser Pferdekopf wiehert laut - ein Schall, der alle falschen Erscheinungen von Wesenheiten durchdringt, und die leuchtende Natur der Freiheit zum Vorschein bringt. Einer anderen Deutung nach kündigt Hayagriva sein Erscheinen durch sein lautes Wiehern an, das aus geistiger Dumpfheit aufweckt, und das alle bösen Geister fern hält und in Bann legt. Ursprünglich ist Hayagriva indischer Herkunft, wo er von einem viehzüchtenden Stamm verehrt worden ist. In der tibetischen und mongolischen Volksüberlieferung wird er als Schützer der Pferde verehrt. Er wird aber auch als Schützer gegen verschiedene Dämonen angerufen. Er gilt als eine zornvoll-aktive Erscheinung des Avalokiteshvara, und ist deshalb der Lotos-Familie des Buddha Amitabha zugeordnet. Diese zornvoll-aktive Energie basiert auf dem tiefen Mitgefühl und dem Erbarmen, das die Gottheit allen Wesen entgegenbringt, mit der alle Hindernisse, und die stärksten Geistesgifte überwunden werden sollen. In seinen sechs Händen hält die Gottheit Waffen und Symbole, die sie zu ihrer schützenden Aktivität benötigt. In den rechten Händen hält Hayagriva von oben nach unten: Vajraaxt, Sandelholzstab, und eine Lotosblüte, als Zeichen seiner Zughörigkeit zur Padma-Familie des Buddha Amitabha. In seinen linken Händen zeigt er mit der obersten Hand die Drohgeste und hält gleichzeitig ein Seil zum Binden der Feinde, die mittlere hält das Weisheitsschwert und die untere eine blutgefüllte Schädelschale. Seine Bekleidung besteht aus einem Lendenschurz aus Tigerfell, Zeichen seiner Heldenhaftigkeit, und über seinen mächtigen Rücken spannt er eine Elefantenhaut, sinnbildlich dafür, dass er den Geist der Unwissenheit zerrissen hat, ein Hinweis auf den Elefanten, der als Chiffre für den "ungezähmten Geist" figuriert. Unter seinem Kinn erkennt man die Hände einer Menschenhaut, die er zusätzlich umgebunden hat. Menschen-, Tiger- und Elefantenhaut symbolisieren die Loslösung von den drei Geistesgiften: Geiz, Hass und Stolz. Mit seinen acht Beinen steht der mächtige Schützer über menschlichen Wesen die hinderliche Energien versinnbildlichen. Unterhalb der Erscheinung Hayagriva's ist eine zweiarmige Emanation der Gottheit zu erkennen. Bei diesem Thangka handelt es ich um ein "offenes" Mandala. In diesem Sinne sind vier weitere Emanationen Hayagriva's um ihn versammelt. Sie erscheinen in den vier Mandalafarben: Weiß, Blau, Rot und Grün. Zu dem Mandala gehören auch die vier Furien als Hüterinnen der Mandala-Tore. Sie sind schreckliche Erscheinungen die in ihren linken Händen Menschenherzen halten, die das Ende des Begehrens symbolisieren, und das Verschlingen der Hindergeister. In den rechten Händen halten sie verschiedene Waffen. Über Hayagriva erscheinen Buddha Amitabha (M), Padmasambhava (l), Atisha (r) und Tsongkhapa (M.u.) In der linken oberen Ecke
Publ. Thangka Kalender 2013, Juli, Windpferd Verlag, Oberstdorf, Dez. 2012, Text von Dr. Olaf Czaja - Vgl. Art of Thangka - From the Hahn Kwang- ho Collection; Tanaka Kimiaki (Ed.), The Hahn Cultural Foundation, Seoul; 2001:57, D. I. Lauf, Eine Ikonographie des tibetischen Buddhismus; Akademische Druck und Verlagsanstalt Graz/Austria, 1979: 55a+b - Berieben

Auktionsarchiv: Los-Nr. 136
Auktion:
Datum:
06.12.2018 - 07.12.2018
Auktionshaus:
Nagel Auktionen GmbH & Co. KG
Neckarstr. 189-191
70190 Stuttgart
Deutschland
[email protected]
+49 (0)711 649690
+49 (0)711 64969696
Beschreibung:

TIBET, 19.Jh.
72,5 x 47 cm R.
Hayagriva der "Pferdenackige" - rTamrin yang sang khros pa. Hayagriva ist eine Gottheit die viele Dharmapalas unter ihrer Kontrolle hält, und insofern eine doppelte Funktion innehat: die eines Schützers und die einer Meditationsgottheit - eines Yidam. Als solcher ist Hayagriva einer der wichtigsten Archetypen unter den tibetischen Gottheiten und wurde von Anfang an in der Tradition der Nyingmapas praktiziert, aber später in allen tibetischen Schulen verehrt. Er wird bis zum heutigen Tag vor allem von den Gelugpa-Schulen, insbesondere in der Mongolei, lebendig gehalten. Hayagriva erscheint in unterschiedlichen Gestalten. In dem "Geheimen" Sadhana des Hayagriva' wird er als eine zornvolle Gottheit von roter Körperfarbe mit drei Gesichtern, sechs Armen und vier Beinen beschrieben. Das mittlere Gesicht ist rot, das rechte ist weiß und das linke blau (grün), als Verdeutlichung der drei Körper der Verwirklichung (Trikaya). Alle Gesichter sind mit dem dritten Weisheitsauge ausgestattet. Er erscheint hier mit mächtigen Garuda-Schwingen. Hayagriva ist an dem grünen Pferdekopf erkennbar, die in seinem Haar stecken. Der Pferdekopf verleiht ihm den Namen 'Pferdenackiger'. Dieser Pferdekopf wiehert laut - ein Schall, der alle falschen Erscheinungen von Wesenheiten durchdringt, und die leuchtende Natur der Freiheit zum Vorschein bringt. Einer anderen Deutung nach kündigt Hayagriva sein Erscheinen durch sein lautes Wiehern an, das aus geistiger Dumpfheit aufweckt, und das alle bösen Geister fern hält und in Bann legt. Ursprünglich ist Hayagriva indischer Herkunft, wo er von einem viehzüchtenden Stamm verehrt worden ist. In der tibetischen und mongolischen Volksüberlieferung wird er als Schützer der Pferde verehrt. Er wird aber auch als Schützer gegen verschiedene Dämonen angerufen. Er gilt als eine zornvoll-aktive Erscheinung des Avalokiteshvara, und ist deshalb der Lotos-Familie des Buddha Amitabha zugeordnet. Diese zornvoll-aktive Energie basiert auf dem tiefen Mitgefühl und dem Erbarmen, das die Gottheit allen Wesen entgegenbringt, mit der alle Hindernisse, und die stärksten Geistesgifte überwunden werden sollen. In seinen sechs Händen hält die Gottheit Waffen und Symbole, die sie zu ihrer schützenden Aktivität benötigt. In den rechten Händen hält Hayagriva von oben nach unten: Vajraaxt, Sandelholzstab, und eine Lotosblüte, als Zeichen seiner Zughörigkeit zur Padma-Familie des Buddha Amitabha. In seinen linken Händen zeigt er mit der obersten Hand die Drohgeste und hält gleichzeitig ein Seil zum Binden der Feinde, die mittlere hält das Weisheitsschwert und die untere eine blutgefüllte Schädelschale. Seine Bekleidung besteht aus einem Lendenschurz aus Tigerfell, Zeichen seiner Heldenhaftigkeit, und über seinen mächtigen Rücken spannt er eine Elefantenhaut, sinnbildlich dafür, dass er den Geist der Unwissenheit zerrissen hat, ein Hinweis auf den Elefanten, der als Chiffre für den "ungezähmten Geist" figuriert. Unter seinem Kinn erkennt man die Hände einer Menschenhaut, die er zusätzlich umgebunden hat. Menschen-, Tiger- und Elefantenhaut symbolisieren die Loslösung von den drei Geistesgiften: Geiz, Hass und Stolz. Mit seinen acht Beinen steht der mächtige Schützer über menschlichen Wesen die hinderliche Energien versinnbildlichen. Unterhalb der Erscheinung Hayagriva's ist eine zweiarmige Emanation der Gottheit zu erkennen. Bei diesem Thangka handelt es ich um ein "offenes" Mandala. In diesem Sinne sind vier weitere Emanationen Hayagriva's um ihn versammelt. Sie erscheinen in den vier Mandalafarben: Weiß, Blau, Rot und Grün. Zu dem Mandala gehören auch die vier Furien als Hüterinnen der Mandala-Tore. Sie sind schreckliche Erscheinungen die in ihren linken Händen Menschenherzen halten, die das Ende des Begehrens symbolisieren, und das Verschlingen der Hindergeister. In den rechten Händen halten sie verschiedene Waffen. Über Hayagriva erscheinen Buddha Amitabha (M), Padmasambhava (l), Atisha (r) und Tsongkhapa (M.u.) In der linken oberen Ecke
Publ. Thangka Kalender 2013, Juli, Windpferd Verlag, Oberstdorf, Dez. 2012, Text von Dr. Olaf Czaja - Vgl. Art of Thangka - From the Hahn Kwang- ho Collection; Tanaka Kimiaki (Ed.), The Hahn Cultural Foundation, Seoul; 2001:57, D. I. Lauf, Eine Ikonographie des tibetischen Buddhismus; Akademische Druck und Verlagsanstalt Graz/Austria, 1979: 55a+b - Berieben

Auktionsarchiv: Los-Nr. 136
Auktion:
Datum:
06.12.2018 - 07.12.2018
Auktionshaus:
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