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Auktionsarchiv: Los-Nr. 3217

ALBERT MARQUET

Schätzpreis
50.000 CHF - 70.000 CHF
ca. 50.375 $ - 70.526 $
Zuschlagspreis:
74.000 CHF
ca. 74.556 $
Auktionsarchiv: Los-Nr. 3217

ALBERT MARQUET

Schätzpreis
50.000 CHF - 70.000 CHF
ca. 50.375 $ - 70.526 $
Zuschlagspreis:
74.000 CHF
ca. 74.556 $
Beschreibung:

ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875 - 1947 Paris) Boulogne-sur-mer, le port. 1930. Öl auf Leinwandkarton. Unten rechts signiert: marquet. 33 x 40,8 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Elizabeth Gorayeb und dem Wildenstein-Plattner Institut bestätigt, New York, 23. Oktober 2017. Provenienz: - Druet, Paris, 14. Oktober 1930, direkt beim Künstler gekauft. - Ziegler, 26. November 1930, bei obigem erworben. - Sammlung F. F. Uthemann, Genf. Ausstellung: Genf 1967, A. Marquet, Galerie du Théâtre, 3. November - 14. Dezember 1967, Nr. 11 (mit Abb.,mit dem Stempel auf der Rückseite). Albert Marquet wird im inzwischen berühmten und kunsthistorisch wegweisenden "Cage aux fauves"ausgestellt, einem Raum, in dem die Werke junger Maler versammelt sind, die im Salon d' automne 1905 durch die Gewalt ihrer Farben skandalisieren. Aber was für ein Paradoxon für einen Amateur grauer, regnerischer Atmosphären, dessen sehr moderne Stadtlandschaften eine scheinbar banale Atmosphäre beschwören. Kritiker nennen ihn einen „nicht brüllenden“ Fauve oder sogar "eine Wohnungskatze". Wenn auch Marquet die Farben nicht zum Schreien bringt, so konzentriert er sich umso mehr auf die Zeichnung, die bei ihm bereits in zwei oder drei Linien vibriert. Er ist von den Debatten extrem verärgert. Er hinterlässt keinen theoretischen Text. Seine einfache Art zu malen fasziniert jedoch zunemend Fotografen und Regisseure und trägt ihm schliesslich doch den verdienten Ruhm ein, neben seinem lebenslangen Freund Matisse einer der bedeutensten Maler des 20. Jahrhunderts zu sein. Einige Maler entdecken schon vor Albert Marquet den Hafen als Sujet. Er macht ihn jedoch wohl als erster zu einer modernen Landschaft. Seine Häfen wirken lebendig, die See ist vom Hafenverkehr unruhig, sie vermischt sich mit dem aufsteigenden Rauch der Schlepperschiffe. Marquets Häfen, egal ob Marseille, Le Havre, Stockholm, Algier oder Hamburg, tragen die für ihn typische Palette eines leichten Grisailles: Bleierner Himmel, dunkle Gewässer, weisse Wolken und Rauchschwaden, dunstiger Nebel, was die Details verschwimmen lässt. Das von uns angebotene Werk malt Marquet im Sommer 1930 in Boulogne-sur-mer.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3217
Auktion:
Datum:
08.12.2017
Auktionshaus:
Koller Auktionen AG
Hardturmstr. 102
8031 Zürich
Schweiz
[email protected]
+41 (0)44 4456330
Beschreibung:

ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875 - 1947 Paris) Boulogne-sur-mer, le port. 1930. Öl auf Leinwandkarton. Unten rechts signiert: marquet. 33 x 40,8 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Elizabeth Gorayeb und dem Wildenstein-Plattner Institut bestätigt, New York, 23. Oktober 2017. Provenienz: - Druet, Paris, 14. Oktober 1930, direkt beim Künstler gekauft. - Ziegler, 26. November 1930, bei obigem erworben. - Sammlung F. F. Uthemann, Genf. Ausstellung: Genf 1967, A. Marquet, Galerie du Théâtre, 3. November - 14. Dezember 1967, Nr. 11 (mit Abb.,mit dem Stempel auf der Rückseite). Albert Marquet wird im inzwischen berühmten und kunsthistorisch wegweisenden "Cage aux fauves"ausgestellt, einem Raum, in dem die Werke junger Maler versammelt sind, die im Salon d' automne 1905 durch die Gewalt ihrer Farben skandalisieren. Aber was für ein Paradoxon für einen Amateur grauer, regnerischer Atmosphären, dessen sehr moderne Stadtlandschaften eine scheinbar banale Atmosphäre beschwören. Kritiker nennen ihn einen „nicht brüllenden“ Fauve oder sogar "eine Wohnungskatze". Wenn auch Marquet die Farben nicht zum Schreien bringt, so konzentriert er sich umso mehr auf die Zeichnung, die bei ihm bereits in zwei oder drei Linien vibriert. Er ist von den Debatten extrem verärgert. Er hinterlässt keinen theoretischen Text. Seine einfache Art zu malen fasziniert jedoch zunemend Fotografen und Regisseure und trägt ihm schliesslich doch den verdienten Ruhm ein, neben seinem lebenslangen Freund Matisse einer der bedeutensten Maler des 20. Jahrhunderts zu sein. Einige Maler entdecken schon vor Albert Marquet den Hafen als Sujet. Er macht ihn jedoch wohl als erster zu einer modernen Landschaft. Seine Häfen wirken lebendig, die See ist vom Hafenverkehr unruhig, sie vermischt sich mit dem aufsteigenden Rauch der Schlepperschiffe. Marquets Häfen, egal ob Marseille, Le Havre, Stockholm, Algier oder Hamburg, tragen die für ihn typische Palette eines leichten Grisailles: Bleierner Himmel, dunkle Gewässer, weisse Wolken und Rauchschwaden, dunstiger Nebel, was die Details verschwimmen lässt. Das von uns angebotene Werk malt Marquet im Sommer 1930 in Boulogne-sur-mer.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3217
Auktion:
Datum:
08.12.2017
Auktionshaus:
Koller Auktionen AG
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8031 Zürich
Schweiz
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